Diese Frage wurde schon häufig gestellt und ist angesichts des weltweit zunehmenden Antisemitismus aktuell wie nie. Einfache Antworten gibt es nicht und man kommt nicht umhin, sich eingehend mit historischen, religiösen und geschichtlichen Aspekten auseinanderzusetzen. Eine Hilfe ist das neu erschienene Buch „Was ist das Besondere an Israel? Eine Spurensuche“ von Gerhard Teichel.
Von Dr. Tobias Krämer
Gerhard Treichels Israelbuch, erschienen Anfang März 2026 im Johannes-Verlag Bad Liebenzell, versteht sich als engagierter Beitrag gegen wachsenden Judenhass und für einen neuen Zugang zum Judentum. Der Autor, der historische Romane veröffentlicht hat und Philosophie, Geschichte, Kirchengeschichte sowie Archäologie studierte, verbindet historische Analyse, persönliche Reflexion und geistliche Spurensuche.
Ausgangspunkt des Buches ist die Überzeugung, dass es nicht genügt, nur an Holocaust und Novemberpogrome zu erinnern, ohne sich ernsthaft mit dem Judentum auseinanderzusetzen. Das Werk zeigt den tiefen Einfluss des Judentums auf Deutschland bzw. Europa und greift zugleich kritisch den jahrhundertelangen Irrweg kirchlicher Judenfeindschaft auf. Inspiriert von Johannes Reuchlin, der einst die Vernichtung jüdischer Schriften verhinderte, möchte das Buch zur Aufklärung, zum Nachdenken und zu einer fairen Sicht auf Israel anregen.
Eine besondere Stärke des Werkes liegt in der Einbettung der Israel-Thematik in eine Pilgerreise nach Rom und Israel. Dadurch verbindet das Buch geschichtliche, kulturelle und geistliche Perspektiven mit persönlichen Eindrücken. In kurzen, thematisch gegliederten Texten behandelt es unter anderem die hebräische Sprache, jüdische Kultur, die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam sowie mögliche Wege zu einer friedlicheren Zukunft im Nahen Osten.

