CSI-Vorsitzender Hezel zu Anschlagsplänen auf Botschaft: „Bundesregierung muss handeln“

CSI-Vorsitzender Hezel zu Anschlagsplänen auf Botschaft: „Bundesregierung muss handeln“

Israelische Botschaft in Berlin
Ein abgelehnter Asylbewerber aus Libyen soll einen Anschlag auf die israelische Botschaft in Berlin geplant haben. Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) | Wikipedia, CC BY-SA 3.0

„Der Anschlag auf das Generalkonsulat in München und nun die bekanntgewordenen Anschlagspläne auf die israelische Botschaft in Berlin erschüttern das Sicherheitsempfinden aller in Deutschland lebenden Juden. Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar.“ Das erklärte der Vorsitzende von Christen an der Seite Israels (CSI), Luca Hezel, nach Bekanntwerden der Anschlagspläne auf die israelische Botschaft. Er fügte hinzu, „wir fordern alle relevanten politischen Akteure dazu auf, den Gefahren für jüdische Menschen und damit auch den Gefahren für unsere freie Gesellschaft entschlossen entgegenzutreten – in Wort und Tat.“

Beide Anschlagsziele gehörten in Deutschland zu den am besten bewachten. Neben dem Ziel, viel Schaden anzurichten, gehe es bei solchen Anschlagsplänen auch darum, das Sicherheitsempfinden von Juden und Israelis in Deutschland empfindlich zu erschüttern. „Dem muss die Bundesregierung mit allen Mitteln entgegentreten“, forderte Hezel. Christen an der Seite Israels sei dankbar, dass der Attentatsplan auf die Botschaft rechtzeitig aufgedeckt werden konnte.

Am Samstag hatte die Bundesanwaltschaft in Bernau bei Berlin einen abgelehnten Asylbewerber aus Libyen festnehmen lassen, der einen Anschlag mit Schusswaffen auf die israelische Botschaft geplant haben soll. Wie die Bundesanwaltschaft in einer Pressemitteilung erklärte, wurde gegen den Mann, einen Unterstützer der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat (IS)“, Haftbefehl erlassen. 

Am 5. September hatte ein 18-Jähriger aus Österreich mehrere Schüsse auf das israelische Generalkonsulat in München abgefeuert. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. Der Schütze wurde von Sicherheitskräften neutralisiert und erlag später seinen Verletzungen. 

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