Kommentar: Heute weinen wir!

Kommentar: Heute weinen wir!

Luca Hezel
„Die Geschichte lehrt uns über Jahrtausende, dass es nie populär war, an der Seite der Juden zu stehen. Aber: Es war immer richtig!“, Luca Hezel, Geschäftsführender Vorstand bei Christen an der Seite Israels. | Foto: CSI

Von Luca Hezel

Heute weinen wir!

Wir weinen um die Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023. Zum Weinen sind allerdings auch die gegenwärtige Situation in Deutschland, die mehr Menschen gegen Israel auf die Straße bringt als für Israel sowie die schier unfassbaren Zustände, was jüdisches Leben in unserem Land angeht. Versteckte jüdische Glaubenssymbole und nicht gesprochenes Hebräisch sind nicht nur Warnsignale, sondern vielmehr Ausdruck einer beschämenden Resignation der nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft vor dem Judenhass in unserem Land. Viele von uns wollen gegen Antisemitismus aufstehen, doch tun es nicht. Wer die Schlinge nicht um seinen eigenen Hals spürt, der findet im Wider keinen Stand.

Auch wenn die Zahl pro-palästinensischer oder unsere christlich-jüdischen Werte verachtender Menschen auf unseren Straßen um ein Vielfaches größer ist als die Zahl derer, die an Israels Seite stehen, macht das unsere Position nicht verkehrt. Als freiheitsliebende und lebensbejahende Menschen spüren wir tief in unserem Inneren, dass wir für das Richtige einstehen. Es geht nicht um die Mehrheit, sondern um die Wahrheit!

Die Geschichte lehrt uns über Jahrtausende, dass es nie populär war, an der Seite der Juden zu stehen. Aber: Es war immer richtig!

Heute weinen wir! Doch wir hoffen auch! Darauf, dass das Gute am Ende siegen wird. Diese Hoffnung trägt und überwindet!

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