Eigentlich haben wir ja Sie, liebe Leser, im Blick, wenn wir Artikel für unsere deutschsprachige Zeitung „Israelaktuell“ schreiben und Schicksale wie das von Israil in Nikolajew am Schwarzen Meer vorstellen (Ausgabe Okt./Nov. 2021, Seite 12). Anhand solcher (Lebens)geschichten möchten wir Sie gern daran Anteil haben lassen, wie tief die von Ihnen kommende Unterstützung die Herzen der Überlebenden und Bedürftigen in der Ukraine berührt.

Nun gab es dieser Tage wieder Tränen bei Israil: Meine Kollegin Alina besuchte ihn mit Lebensmitteltüte und Winterdecke in Nikolajew. Für den „Staatsbesuch“ von CSI hatte sich Israil wieder in Schale geworfen – mit dem inzwischen viel zu großen Jackett und der kompletten Palette seiner Orden und Abzeichen aus Armeezeiten. Ich hatte Alina bei meiner letzten Reise ein Belegexemplar für Israil mitgebracht. Als Autor hofft man dabei immer, alles richtig gemacht und zur Zufriedenheit des Interviewpartners zitiert und dargestellt zu haben.

Als Alina die Zeitung vor Israil ausbreitete, wurde er von Emotionen überwältigt… er, der sich wie viele Tausend Überlebende sein ganzes Leben lang hinter einem sowjetischen Decknamen von der Stange verstecken musste; der aus Sicherheitsgründen auch in der Sowjetunion gezwungen war, sein Leid für sich zu behalten, und für dessen Geschichte sich daher noch niemand interessiert hatte – bis er von uns entdeckt, in unser Patenschaftsprogramm aufgenommen und dann auch noch für die Zeitung portraitiert wurde. Israil ist nicht mehr anonym. 18.000 Leser haben seine Geschichte bekommen und aufs Herz genommen. Israil ist nicht mehr allein, das hat er jetzt schwarz auf weiß.

Damit möchten wir Ihnen einmal besonders dafür danken, dass Sie mit Ihren Spenden auch unsere Redaktionsarbeit unterstützen, die bis in die Wohnzimmer der Holocaustüberlebenden Kreise zieht.

Von: Anemone Rüger, Christen an der Seite Israels

Unsere Zeitung „Israelaktuell“ ist kostenlos und erscheint vier mal im Jahr. Hier können Sie die Zeitung bestellen. Gerne senden wir Ihnen auch mehrere Exemplare zum Weitergeben und Auslegen zu.