Gottes Wort als Hammer, der falsche Gedankenwelten zerschlagen kann, sein Wort als Speise, die bei einseitiger Ernährung aber auch zu Mangelerscheinungen führen kann und Gottes Wort als Trost, auch wenn es Zeiten der Trübsal vorhersagt: Bei der ersten CSI-Präsenzveranstaltung seit mehr als einem Jahr erlebten die Zuhörer spannende Vorträge von Tobias Krämer, Harald Eckert und Josias Terschüren.

Nach langer, Corona-bedingter, Zwangspause fand am Samstag wieder eine Präsenzveranstaltung von Christen an der Seite Israels (CSI) statt. Rund 80 Teilnehmer waren der Einladung zur Israelkonferenz ins Düsseldorfer Jesus-Haus gefolgt, damit war die Höchstzahl der zugelassenen Besucher erreicht.

Die Konferenz stand unter dem Motto „Der Hammer: Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt“. Dieser Bibelvers aus Jeremia 23,29 könne gerade in schwierigen und unangenehmen Zeiten  Zuversicht und Vertrauen spenden, sagte der 1. Vorsitzende von CSI, Luca Hezel, bei der Begrüßung der Gäste.

Pastor Tobias Krämer sprach in seinem Vortrag über die Kraft des Wortes Gottes. Er bezeichnete es als großes Privileg, dass Christen in der Bibel erführen, wie Gott denkt: „In der Bibel finden wir Gottes Gebote, Gottes Verheißungen, Gottes Gedankenwelt, Gottes Herz – das ist ein großes Vorrecht.“ Gottes Wort zerbreche Sichtweisen und Weltanschauungen, es bringe Licht in die Finsternis und könne auch persönliche Gedankenwelten zerschmettern, sagte Krämer.

Tobias Krämer sprach auf der CSI-Konferenz über die Macht des Wortes Gottes. Foto: Dana Nowak

Der Theologe warf die Frage auf, welche Anschauungen in Bezug auf Israel zerschmettert werden sollten. Hier nannte er unter anderem das Gleichheitsdenken in Bezug auf die Völker. Es sei nicht biblisch, alle Völker gleichzusetzen. Gott habe das Volk Israel erwählt und aus allen Völkern herausgehoben, „ob uns das gefällt oder nicht, es ändert nichts an Gottes Plan“, so Krämer. Er betonte, die anderen Völker kämen dabei nicht zu kurz, Israel solle ja ein Segen für die Welt werden. Doch vielen Christen fiele es schwer, Israel als besonderes Volk zu sehen. Dieses Gleichheitsdenken, ebenso wie Israelfeindschaft in allen Formen, gehöre nicht in christliche Herzen. Es müsse durch Gottes Wort zerschlagen und durch Liebe zum Volk und Staat Israel ersetzt werden.

CSI-Präsident Harald Eckert sprach in seinem Vortrag über den Stellenwert des Wortes Gottes in der heutigen Gemeinde sowie über das Verhältnis zwischen Israel und den Völkern. Er erläuterte, wie die Völker Segen erlangen könnten, wenn sie sich auf die Seite Israels stellen. Dabei betonte er, dass aufwühlende Zeiten, wie die aktuellen, dazu dienten, als Geburtswehen das Reich Gottes voranzubringen.

Warnung vor einseitiger geistlicher Ernährung

Für die heutige Zeit sieht Eckert zwei besondere Herausforderungen. Dies sei zum einen die Ersatztheologie, zum anderen die liberale Theologie und damit verbundene innergemeindliche Kämpfe in Deutschland und der vom Westen beeinflussten Welt. Hier seien die Christen besonders gefordert. Er machte Mut, Vertrauen in Gottes Wort zu setzen. „So, wie ich Gottes Wort begegne, so ist mein Verhältnis zu Gott“, betonte Eckert. Er fügte hinzu, Gottes Wort sei Speise. Christen sollten daher auf eine ausgewogene Ernährung achten. „Wenn man immer nur ein Lieblingskapitel liest, einen Lieblingsprediger hört, dann besteht die Gefahr einer einseitigen Ernährung“, warnte er. Eckert ermutigte die Teilnehmer, von den verschiedenen Lehrangeboten Gebruch zu machen. Pastoren, Apostel, Propheten, Evangelisten – sie alle lehrten unterschiedlich, aber alle seien wichtig. „Der Mix macht es“, betonte Eckert.

Sieht vor allem die Ersatztheologie und die liberale Theologie als Herausforderungen für Christen in der heutigen Zeit. Foto: Dana Nowak

Josias Terschüren, Direktor für Öffentlichkeitsarbeit bei der Initiative 27. Januar e.V, sprach über den Stellenwert des Wortes Gottes in unserer Gesellschaft. Dabei ging er auf aktuelle Erschütterungen in der Welt ein. „Damit alles wieder hergestellt werden kann, muss erst einmal alles kaputt sein – gerade sehen wir in der Gesellschaft, dass eine Menge dabei ist, kaputt zu gehen“, sagte Terschüren. Er zitierte Psalm 11,3: „Ja, sie reißen die Grundfesten um; was kann da der Gerechte ausrichten?“.

„Die Zeit des leichten Christentums in Europa ist vorbei“

Terschüren wies darauf hin, dass laut Jeremia 30, 1ff die Zeit nach Israels Staatsgründung friedlos und eine Zeit der Furcht sein werde. In dem Bibelabschnitt sei zudem von gebärenden Männern, die Rede, etwas das wir in unserer Zeit erlebten. Gott habe den Menschen nach seinem Bilde als Mann und Frau geschaffen. Wenn der Menschen nun dieses Ebenbild zerstöre, dann würden die Grundfesten erschüttert, dann sei die Zeit der Trübsal nicht mehr weit. Er betonte, die Zeit des leichten Christentums in Europa sei vorbei, es stehe nun eine Zeit der Prüfungen an.

Die Konferenz endete mit der Möglichkeit für die Teilnehmer, den Referenten Fragen zu stellen. Hiervon machten die Besucher regen Gebrauch.

Tobias Krämer, Harald Eckert und Josias Terschüren (v.l.) stellten sich den Fragen der Gäste. Luca Hezel (r.) moderierte die Veranstaltung. Foto: Dana Nowak

 

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wird demnächst auf unserem YouTube-Kanal abrufbar sein. Nächste CSI-Veranstaltung ist ein Seminar mit Josias Terschüren und Harald Eckert am 23. Oktober 2021 in Berlin. Die Referenten sprechen zum Thema „Geburtswehen: Israel und die Nationen in der Endzeit“.

Von: Dana Nowak

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