Er hatte die israelische und US-amerikanische Staatsbürgerschaft: Elan Ganeles war für eine Hochzeit nach Israel gereist. Foto: Courtesy of Consulate General of Israel in New York

Israel kommt nicht zur Ruhe. Am Montag wurde ein Israeli bei einem Anschlag getötet. Der 27-Jährige besaß auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Derweil sprechen die USA eine Reisewarnung für Israel aus.

Nach dem tödlichen Terroranschlag am Sonntag ist bei einem weiteren Anschlag am Montag ein 27-jähriger Israeli erschossen worden. Die Rettungskräfte konnten den schwerverletzten Mann zunächst noch in ein Krankenhaus bringen. Dort verstarb er wenig später. Der Angriff ereignete sich am nördlichen Ufer des Toten Meers. Die Angreifer, die auf das Auto des Opfers schossen, konnten in Richtung Jericho fliehen. Die Suche nach ihm dauert an. Das berichtet die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“.

Israelischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Opfer um Elan Ganeles. Er wuchs im US-Bundesstaat Connecticut auf und besaß neben der israelischen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er reiste erst vor wenigen Tagen nach Israel, um an einer Hochzeit teilzunehmen.

Weiterer Anschlag endet ohne Verletze

Am Montagabend wurden zudem nahe Qusra, einem palästinensischen Dorf südlich von Nablus, vier Schüsse auf ein israelisches Fahrzeug abgefeuert. Dabei kam niemand zu Schaden.

Die Angriffe ereignete sich trotz erhöhter Militärpräsenz im Westjordanland. Nach dem tödlichen Attentat auf zwei Israelis am Sonntag und darauffolgende Ausschreitungen von israelischen Siedlern gegen Palästinenser hatte die Armee verkündet, ihr Präsenz zu erhöhen.

Bei den Ausschreitungen in der Nacht auf Montag wurden dutzende Häuser und Geschäfte durch Feuer zerstört. Am Montag startetet deswegen ein Mitglied der Arbeitspartei (Avoda) eine Online-Spendenaktion. Innerhalb von 24 Stunden kamen umgerechnet mehr als 260.000 Euro zusammen. Rund 7.300 Menschen beteiligten sich.

Reisewarnung der USA

Am Montag teilte das israelische Militär zudem mit, dass eine Gruppe von Siedlern im Westjordanland Soldaten mit Steinen angegriffen hat. Zudem sollen sie versucht haben, einen Offizier mit einem Fahrzeug zu rammen. Der Vorfall ereignete sich nahe der Siedlung Shavei Shomron im nördlichen Westjordanland.

Seit Beginn des Jahres wurden 13 Israelis und eine Ukrainerin bei palästinensischen Anschlägen getötet. Im gleichen Zeitraum kamen 63 Palästinenser bei Konfrontationen mit der israelischen Armee ums Leben oder starben in Folge eigener Anschläge.

Aufgrund der angespannten Situation haben die USA eine Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger, die Israel besuchen wollen, herausgegeben. „Terrorgruppen, einzelne Terroristen und andere gewalttätige Extremisten planen weiterhin mögliche Anschläge in Israel“, heißt es auf der Webseite der Botschaft. Diese Anschläge können „ohne oder mit nur geringer Vorwarnung“ verübt werden. US-Bürgern wird geraten, „Demonstrationen und Menschenansammlungen“ zu meiden. (Israelnetz)