Statt Wohltätigkeit zu üben, geben Juden Zedaka – das Wort bedeutet „Gerechtigkeit“. Wenn ein Jude einem Bedürftigen Geld, von seiner Zeit oder seinen Ressourcen gibt, ist er nicht großherzig, gütig oder „wohltätig“. Er tut, was richtig und gerecht ist.

Den Bedürftigen zu geben, ist nach den Tora-Gesetzen eine „Mizwa“ – ein Gebot und eine gute Tat. Foto: Shutterstock

Seit es aus der Unterdrückung im alten Ägypten befreit wurde, beschäftigt sich das jüdische Volk mit Zedaka. Als im 4. Jahrhundert der römische Kaiser Julian in jeder Stadt das Bauen von Herbergen für Durchreisende anordnete, nahm er Bezug auf das Beispiel der Juden „in deren Mitte jeder Fremde aufgenommen wird“.

Den Bedürftigen zu geben ist nach den Tora-Gesetzen eine Mizwa – ein Gebot und eine gute Tat. Dies bedeutet, dass es einerseits keine willkürliche Entscheidung, sondern eine Pflicht ist. Und auf der anderen Seite ist es eine gute Tat – und somit ein Verdienst für denjenigen, der seine Verpflichtung wahrnimmt. Gott gibt dem Geber die Gelegenheit, eine göttliche Tat zu tun.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Zeitung „Israelaktuell“, Ausgabe 127. Sie können die Zeitung hier kostenlos bestellen: https://csi-aktuell.de/israelaktuell. Gerne senden wir Ihnen auch mehrere Exemplare zum Auslegen und Weitergeben zu.