Die besondere Kinder- und Familienarbeit von unserem Projektpartner „Seeds of Hope” ist in ganz Jericho bekannt. Schon seit längerer Zeit unterstützen wir als „Christen an der Seite Israels” die wertvolle Arbeit in den palästinensischen Autonomiegebieten und sind für die Früchte dieses Dienstes sehr dankbar. Hunderte Menschen werden jedes Jahr durch humanitäre Hilfe, eine Schule und ein eigenes Kulturzentrum erreicht.

Auch Ahmad, ein muslimischer Geistlicher, der in einer großen palästinensischen Ortschaft außerhalb von Jericho lebt, ist durch die Arbeit von „Seeds of Hope” berührt worden. Inzwischen sind er und seine Frau mit einigen Mitarbeitern eng befreundet – eine Tatsache, die umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass es „Seeds of Hope” einst verboten war, die örtliche muslimische Gemeinschaft zu besuchen. Jahrelang hatten die konservativen Muslime kein Interesse an der Arbeit. Doch inzwischen ist das Vertrauen so gewachsen, dass hier nun einer der wichtigsten Bereiche für die Verteilung von Lebensmitteln und für verschiedene Bauprojekte entstanden ist. Eine Entwicklung, mit der man so nicht unbedingt rechnen konnte. Doch wie ist es dazu gekommen, dass nach Jahren des Misstrauens plötzlich Freundschaft entsteht und die Hilfe von „Seeds of Hope” in der palästinensischen Ortschaft willkommen ist?

„Seeds of Hope” verteilt Lebensmittelgutscheine an zahlreiche Familien. Foto: Seeds of Hope

Medizinische Hilfe für Ahmad dringend benötigt

Letztes Jahr organisierte „Seeds of Hope” im Rahmen einer COVID-19-Hilfsaktion ein großes Projekt zur Verteilung von Lebensmittelgutscheinen, um arbeitslosen und bedürftigen Familien zu helfen. Ahmad und seine Familie wurden damals von einem Nachbarn für das Programm vorgeschlagen. Ahmad war zu dem Zeitpunkt so krank, dass er nicht mehr richtig laufen, geschweige denn arbeiten konnte. Eine medizinische Behandlung in Jericho war schwierig, da sein Gesundheitszustand für die Möglichkeiten der örtlichen Krankenhäuser viel zu fortgeschritten war. So kam es, dass man ihn an ein Krankenhaus in Israel überwiesen hat. Das Überqueren der Grenzkontrollpunkte ist jedoch schwierig und die Beschaffung der notwendigen Papiere eine Herausforderung. Über fünf Monate lang hatte Ahmads Frau versucht, ihn in ein israelisches Krankenhaus zu bringen, um die Infektion, die seine Beine angegriffen hatte, behandeln zu lassen. Fünf lange Monate hatte sie gewartet und gekämpft – während sich Ahmads Zustand immer weiter verschlechterte.

Hilfe durch Seeds of Hope

Unser Projekpartner „Seeds of Hope” wusste, dass man einen Weg finden musste, um hier zu helfen. Und so kam es, dass Khader Ghanim, der Geschäftsführer, seine Kontakte spielen ließ und Ahmad in ein Krankenhaus in Judäa und Samaria eingeliefert wurde. Inzwischen wurde die erste Operation durchgeführt und eine gute medizinische Versorgung sichergestellt. „Die Mitarbeiter von ,Seeds of Hope’ sind die einzigen, die uns beigestanden haben”, sagt Ahmads Frau, „sie sind liebe Brüder, und wir vertrauen ihnen.” Ahmad muss noch immer operiert werden, und sein Gesundheitszustand ist nach wie vor schwierig, aber wir sind dankbar, dass ihm und seiner Familie in dieser Situation geholfen wurde. (Seeds of Hope/David Steeb)

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