Sie haben knapp zwei Dutzend Online-Seminare hinter sich gebracht, Präsenz-Wochenenden erlebt, Fachbücher durchgearbeitet, intensiven Austausch gepflegt und damit das Rüstzeug erhalten, echte Botschafter für Israel in Gesellschaft und Gemeinde zu sein: die sechs Absolventen der ersten Aufbaustufe der Israel-Akademie von Christen an der Seite Israels (CSI).
Sie dürfen sich nun Botschafter nennen – genauer gesagt „Israel-Botschafter“. Mit diesem Prädikat haben sechs Absolventen Ende März die erste Aufbaustufe der Israel-Akademie von CSI abgeschlossen. Hinter ihnen liegt die erfolgreiche Teilnahme an der Grundstufe und daran anschließend an der Aufbaustufe der Israel-Akademie.
Fundiertes Bibel- und Geschichtswissen
In dieser Zeit haben die Teilnehmer viel gelernt: Sie haben ein fundiertes biblisches Wissen über Israel erlangt und Gottes Gedanken und Perspektive für sein Volk ergründet. Sie haben einen geschichtlich-politischen Überblick über Israel im 20. Jahrhundert erhalten und Fakten sowie Hintergründe zu Holocaust, Staatsgründung, Nahost-Konflikt, Völkerrecht, Vereinte Nationen und anderen Themen mehr erhalten. Und sie haben daraus ihre „Dienstphilosophie“ für Israel entwickelt und ihrem persönlichen Auftrag als Botschafter für Israel und an Israels Seite nachgespürt. Das Ganze über zwei Jahre, mit einem Dutzend Online-Seminaren, vier Präsenz-Wochenenden und Zeit im Eigenstudium.
Am letzten Märzwochenende war es nun so weit und Tobias Krämer, Gründer und Leiter der Israel-Akademie, überreichte den Absolventen der Aufbaustufe ihre Urkunden – ein feierlicher und mutmachender Moment. Nicht nur für die frisch gekürten „Israel-Botschafter“, sondern auch für die aktuell insgesamt 60 Teilnehmer der Akademie. Das gemeinsame Gebet der gesamten Gruppe für die Abgänger wurde von allen als bewegend empfunden.
Was bleibt?
Doch was bleibt nun nach der intensiven Beschäftigung mit Israel, was nehmen die Absolventen mit? Ein Punkt ist ein fundiertes Wissen über Israel. So stellt Absolventin Isolde fest: „Als ich mit der Akademie begonnen habe, hätte ich nie gedacht, wie wichtig das Kennen der Geschichte des heutigen Staates Israels ist. Oft hat dies geholfen, anderen Menschen eine andere Sichtweise auf Israel zu zeigen, als was sie durch die Medien über Israel wissen.“
Und Simon ergänzt: „Obwohl ich schon einiges über Israel und über die jüdisch-christliche Theologie wusste, konnte ich mein Wissen in der Aufbaustufe vertiefen. Was früher schwierige Fragen für mich waren, kann ich nun fundiert beantworten.“
Manche Inhalte haben die Teilnehmer nachdenklich gemacht. Isolde zeigt sich erschüttert über die in Kirchen und Gemeinden verbreitete Ersatztheologie: „Es bewegt mich sehr, wie antisemitisch unser Christentum geprägt ist. Zweitausend Jahre lang hat sich eine Theologie und ein christlicher Glaube ganz ohne Israel entwickelt, in dem die Christen sich an die Stelle Israels setzten.“
Friedhelm geht ein anderer Gedanke nach, nämlich „die Ehrfurcht, mit denen Juden ihre Bibel behandeln und mit welchem tiefen respektvollen Umgang sie ihre Beziehung zu ihrem Gott leben“.
Was ermutigt?
Akademie-Leiter Dr. Tobias Krämer fühlt sich sehr ermutigt durch die erste Aufbaustufe der Akademie. „Ich bin berührt von der ungeheuren Begeisterung, dem tiefen Lernwillen und dem Herz der Teilnehmer für Israel. Es war eine Freude, sich als Israel-Freunde an den Präsenzwochenenden intensiv mit der Israel-Thematik zu beschäftigen und tief in die Lerninhalte einzutauchen.“ Überrascht ist er von dem großen Interesse an der Aufbaustufe. An manchen Stellen müssen daher für die kommenden Kurse Ablauf, Didaktik und Organisation angepasst werden – „eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen“.
So werden also weitere Aufbaustufen starten und die Teilnehmer aus verschiedenen beruflichen, konfessionellen und persönlichen Hintergründen zu Israel-Botschaftern mit Herz, Fundament und Wissen ausbilden. Denn, so bringt es Rainer angesichts des weltweit zunehmenden Antisemitismus auf den Punkt: „Mehr denn je sind wir aufgerufen, uns in Gebet, Wort und Tat auf die Seite Israels zu stellen. In dem starken Bewusstsein, „dass der Hüter Israels nicht schläft, noch schlummert“ und in Treue seine Verheißungen an seinem geliebten Volk vor aller Welt erfüllen wird!“
Mehr Informationen über die Israel-Akademie von CSI finden Sie hier.
Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Zeitung „Israelaktuell“, Ausgabe 141. Sie können die Zeitung hier kostenlos bestellen. Gerne senden wir Ihnen auch mehrere Exemplare zum Auslegen und Weitergeben zu.