Kommentar: Die Achse des Bösen bricht

Kommentar: Die Achse des Bösen bricht

Maduro verhaftet
Venezoelas Machthaber Maduro befindet sich in US-Gewahrsam. Foto: X / US Forces / DEA

Das Jahr 2026 hat kaum begonnen, da überschlagen sich die Ereignisse. Doch die landesweiten Proteste im Iran und die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolas Maduro durch das US-Militär sind nur der Auftakt für tektonische Plattenverschiebungen der geopolitischen Sphäre.

Ein Kommentar von Josias Terschüren

Im Zentrum der Welt-Geschehnisse steht einmal mehr US-Präsident Donald Trump, der nach einer monatelangen maritimen Blockade die filmreife nächtliche Gefangennahme von Nicolas Maduro, dem Diktator Venezuelas, durch das US-Militär genehmigte. Auch dem iranischen Ayatollah Khamenei drohte Trump unverhohlen und öffentlich mit militärischen Konsequenzen, sollte er die landesweiten und anhaltenden Proteste gegen sein Regime gewaltsam unterdrücken, das US-Militär sei „geladen und entsichert“.

Ein weiterer Dominostein ist gefallen 

Die US-Militäraktion in Venezuela galt nicht nur der Gefangennahme des unrechtmäßigen Staatschefs Maduro, sondern Berichten zufolge auch dortigen Hisbollah-Aktivitäten in seinen Diensten. Die schiitische Miliz war und ist ein wichtiger Teil des Kartell-Systems in Südamerika und verdient am Waffen-, Drogen- und Menschenschmuggel mit. Für Maduros Regime half sie im Gegenzug beim Aufbau und Training einer Drohnenproduktion nach iranischem Vorbild.

Venezuelas Hauptstadt Caracas war einer der großen Umschlagplätze für Waffen und Drogen und eine der finanziellen Hauptschlagadern des globalen Terrorismus. Die bekanntesten problematischen Akteure der Welt waren dort aktiv: Iran, Kuba, China, Russland, die Türkei … Sie alle kauften venezolanische Bodenschätze, vor allem Öl, Gas und Gold, umschifften Sanktionen, wuschen Gelder, oft mithilfe europäischer Banken, die kräftig mitverdienten, und halfen im Gegenzug dem diktatorischen Regime dabei, im Sattel zu bleiben, sich verteidigen und finanzieren zu können. Doch weder die russischen noch die chinesischen Flugabwehr-Systeme konnten den US-Angriff abhalten und so wurde am vergangenen Wochenende mit Maduro ein kritischer Dominostein in der globalen Achse des Bösen gekippt.

Kuba berichtete von 30 kubanischen Staatsbürgern unter den Toten bei der Festnahme in Caracas. Kein Wunder, denn Maduros Leibgarde stellte der kubanische Geheimdienst. Letztlich waren sie nicht nur Maduros Leibwächter, sondern auch diejenigen, die ihn im Auftrag Havannas, Moskaus und Pekings an der Kandare führten. Kuba, das den Wegfall venezolanischer Gelder aus dem Ölgeschäft wirtschaftlich nicht kompensieren kann, gilt neben dem Iran als der nächste akute Kandidat für einen Regimekollaps.

Ausgang der Entwicklung ist der 7. Oktober 2023 

Diese für viele unerwartete Entwicklung nahm ihren Anfang im Nahen Osten, genauer gesagt mit dem Hamas-Angriff auf Israel, der am 7. Oktober 2023 auf Geheiß Irans passierte. Als Israel in dessen Nachgang anfing sich erfolgreich gegen die Angriffe der Stellvertreter-Armeen Irans zur Wehr zu setzen, wurde es zum Vorkämpfer der westlichen Welt, die etwas schizophren Wehrhaftigkeit einerseits anstrebt, andererseits verpönt. In diesem Zuge begannen die ersten Dominosteine zu fallen: Hamas, Hisbollah, das Assad-Regime und schließlich der Iran selbst, dessen militärische und nukleare Fähigkeiten von Israel und den USA im Zwölf-Tage-Krieg vom Juni 2025 arg dezimiert wurden. Die USA selbst kippten jetzt die nächsten Dominos.

Mit der Ausschaltung Maduros, der sich nun in New York vor dem U.S. District Court in Manhattan vor dem 92-jährigen jüdisch-orthodoxen Richter Alvin Hellerstein für seine Taten zu verantworten hat, wenden die Amerikaner das Blatt in der westlichen Hemisphäre (Südamerika und Kuba) und richten ihre Aufmerksamkeit parallel dem Nahen Osten zu. Wir sehen live auf unseren Bildschirmen das Spiel der Großmächte und die immer noch bestehende Übermacht Amerikas, der die anderen Weltmächte derzeit nichts entgegenzusetzen haben. Europa, das immer noch an der Illusion einer regelbasierten internationalen Ordnung festhält, ist kaum mehr als bloßer Beobachter.

Stunde der Wahrheit im Iran ist gekommen 

Während der Arbeit an diesem Text melden sogenannte OSINT-Accounts (Open Signal Intelligence) in den sozialen Medien, die frei verfügbare, nicht-geheime Informationen sichten und analysieren, ähnliche Truppen- und Flugbewegungen wie vor dem Zwölf-Tage-Krieg zwischen Israel und dem Iran. Über Drehkreuze in England und Deutschland verlegen die USA derzeit Truppen und Material im großen Stil in den Nahen Osten. Aus Israel wird vermeldet, dass die Entscheidung über eine weitere Militäroperation gegen den Iran im Sicherheitskabinett bereits gefallen sei – Name der Militäroperation ist Meldungen von i24news zufolge „Operation eiserner Schlag“(Operation Iron Strike).

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu war über den Jahreswechsel zu Beratungen mit Donald Trump in Mar-a-Lago zusammengekommen, wo er als einziger ausländischer Staatschef zusammen mit seiner Frau Sara am Neujahrsempfang des US-Präsidenten teilgenommen hatte. Das Nachrichtenportal Axios, das enge geheimdienstliche Kontakte pflegt und besonders über Israel verlässliche Enthüllungen bereithält, hatte bereits in der vergangenen Woche darüber berichtet, dass Netanjahu und Trump über eine weitere militärische Operation gegen das iranische Regime gesprochen hätten. Der Tageszeitung Jerusalem Post zufolge habe Trump Netanjahu außerdem grünes Licht für weitere Schläge gegen die Hisbollah gegeben, sollte es der libanesischen Armee ihrerseits nicht gelingen, die Hisbollah zu entwaffnen. Bisherigen Abmachungen zufolge lief eine Deadline zur Entwaffnung mit Beginn des Jahres aus.

Globale Neuordnung in Sicht – Friede und Sicherheit möglich? 

Während die Noch-Diktatoren in Havanna und Teheran Fluchtpläne für ihre Kader und finanziellen Ressourcen nach dem Vorbild des ehemaligen syrischen Machthabers Baschar al-Assad in Richtung Moskau vorbereiten und um ihr Überleben kämpfen, Venezolaner feiern, Iraner auf den Straßen sich heldenmutig den bewaffneten Regimeschergen entgegenstellen und mit ihren Körpern und Leben den edlen Kampf um die Freiheit führen, macht sich Israel bereit für einen erneuten Schlag gegen die Gefahr aus Teheran. Friede durch Stärke lautet die Devise Netanjahus und Trumps. Die Resultate sind sichtbar. Endlich zittern die Richtigen, während die bisher Geplagten, Unterdrückten und Vertriebenen jubeln. Möge das Jahr 2026 die so bitter nötige Wende bringen, auf dass Terror, Unfreiheit und Unterdrückung zurückgedrängt werden können und endlich Licht am Ende des Tunnels für den kriegsgeplagten Nahen Osten und darüber hinaus sichtbar werden kann.

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