Kommentar: Sydney – ein Weckruf für eine Gesellschaft im Tiefschlaf

Kommentar: Sydney – ein Weckruf für eine Gesellschaft im Tiefschlaf

Chanukka-Kerzen
Chanukka, das jüdische Lichterfest - in Sydney begann es in diesem Jahr mit einem Terror-Anschlag auf die jüdische Gemeinde. Foto: Canva

Der nächste Anschlag radikaler Muslime. Wieder einmal sind Juden das Ziel. Islamisten nehmen jüdische Feiertage in ihren Kalender und ins Fadenkreuz. Der 7. Oktober 2023 geschah an Simchat Tora, das Attentat gegen die jüdische Gemeinschaft der Heaton Park Hebrew Congregation in Manchester an Jom Kippur und am vergangenen Sonntag galt der islamistische Terror einer Chanukka-Feier am Bondi Beach in Sydney.

Ein Kommentar von Josias Terschüren

Wir können es nicht mehr hören: Die Heuchel-Arien westlicher Politiker, wenn ihr Versagen und ihre politische Korrektheit Menschenleben kosten. Die Trauerkränze, die immergleiche Litanei von Beileidsbekundungen, schwarzgekleidete Staatsoberhäupter, Flaggen auf Halbmast. Ja, diese Akte der Anteilnahme sind richtig und wichtig. Es ist nur kaum mehr zu ertragen, wenn sie von einer Kaste Politiker kommen, die gegenüber dem radikalen Islam kuschen, anstatt zu handeln. Wir brauchen Stärke, die sich in Taten, nicht in Worten ausdrückt. Der Staat ist dazu da, das Leben seiner Bürger zu schützen, nicht ihr Ableben zu betrauern!

Der australische Ministerpräsident Anthony Albanese bekam es in seiner ersten Presseerklärung nach dem Attentat nicht einmal hin, die Wörter „islamistisch“, „jüdisch“ oder „Terror“ zu verwenden und ist zurecht von israelischer Seite dafür kritisiert worden. Diese Verschleierung dient allein dem Milieu, das nicht benannt wird und das den Täter hervorgebracht hat. Alles wird anonymisiert: Täter, Opfer und Motiv.

Taten statt Worte: Hassmärsche verbieten

Islamistischer Terror ist das Machwerk islamistischer Terroristen. Doch es ist auch augenscheinlich so, dass die Anschläge dort zunehmen, wo der Radikalisierung der muslimischen Gemeinschaft untätig zugesehen wird. Wer „Globalize the Intifada“-Aufrufe und Jubelorgien radikaler Hamas-Anhänger im Nachgang zum Massaker vom 7. Oktober 2023 ungestraft geschehen lässt, wer einen antisemitischen Protestmarsch linker und muslimischer Israelhasser nach dem anderen auf öffentlichen Straßen und Plätzen zulässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Hassparolen in Hassverbrechen umschlagen. Was wir in Manchester und Sydney mitansehen müssen, ist was „Globalize the Intifada“ bedeutet: Juden zu töten, überall.

Dem muss endlich, auch bei uns, mit aller Macht des Staates gewehrt werden. Mit Taten, nicht mit Worten: stoppt die Hassaufmärsche auf unseren Straßen, verbietet diejenigen muslimischen Vereinigungen, die das Rückgrat der Terrorinfrastruktur bilden, weist die Gefährder aus.

„Die Gesellschaft, die das Leben ehrt, hat verlernt, das Leben zu schützen.“

Die zwei hasserfüllten Attentäter zielten auf Juden an einem religiösen Feiertag, der als Familienevent mit Kinder-Attraktionen am Strand gestaltet war. Jüdisches Leben in der Öffentlichkeit ist gefährlich. Gestern wurde es zu jüdischem Sterben in der Öffentlichkeit. Unter den bislang 15 Toten sind Kinder, wie die zehnjährige Matilda, der 41-jährige Rabbi der Chabad-Gemeinde und fünffache Familienvater Eli Schlanger sowie der 87-jährige Holocaust-Überlebende Alexander Kleytman, der starb, als er versuchte, seine Frau Larisa mit seinem eigenen Körper zu schützen.

Für die islamistischen Massenmörder sind Angst und Terror das Mittel der Wahl. Sie leben für einen Todeskult. Doch die Gesellschaft, die das Leben ehrt, hat verlernt, das Leben zu schützen. Der Kampf der Freiheit erfordert heute mutige Stimmen und ein Aufstehen der Zivilgesellschaft. Und er braucht Politiker, die bereit sind, gegen das Geflecht selbstauferlegter politischer Korrektheit wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

Der Anschlag in Sydney ist ein weiterer Weckruf für eine sich im Tiefschlaf befindliche westliche Gesellschaft. Die jüdische Gemeinschaft ist immer auch Indikator für die Gesundheit der Gesamtgesellschaft, in der sie sich befindet. Der Hass, der sich gegen Juden richtet, vergiftet und zerstört nach ihnen uns alle. Wir müssen ihn gemeinsam bekämpfen!

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