Ukrainische Teens begeben sich auf eine Reise der Hoffnung

Ukrainische Teens begeben sich auf eine Reise der Hoffnung

Abschied auf Zeit: Liza (r.), hier mit ihrer Oma und ihrer Schwester, wird im Rahmen des Na'aleh-Programms in Israel ihren Schulabschluss machen. Alle Fotos: C4I

Mitte September brachen 29 junge Menschen aus der Ukraine im Rahmen des Na’aleh-Studienprogramms zu einer lebensverändernden Reise nach Israel auf. Für viele ist dies mehr als nur eine Bildungsmöglichkeit – es ist eine Chance, sich wieder mit ihrem Erbe zu verbinden, ihre Zukunft neu aufzubauen und ihren Glauben zu stärken.

Von Christians for Israel (C4I), Niederlande

Eine dieser Schülerinnen ist Elisaveta, genannt Liza, ein 14-jähriges Mädchen aus Cherson. Liza wuchs in einer jüdischen Familie auf und entdeckte ihre jüdischen Wurzeln im Alter von acht Jahren. Ihre Eltern meldeten sie in der jüdischen Schule von Rabbi Yosef Wolf an, wo sie etwas über den Schabbat, die jüdische Geschichte, das Land Israel und den Gott Israels lernte.

Leider wurden ihre Studien im Februar 2022 abrupt unterbrochen, als der Krieg in der Ukraine ausbrach. Cherson wurde schnell besetzt, und Lizas Familie erduldete neun lange Monate voller Angst, Zerstörung und Unsicherheit. Ihr Haus wurde bombardiert, so dass sie mit ihren Großeltern nach Nikolajew fliehen mussten. Trotz der Strapazen blieb Lizas Geist stark. Was sie am meisten vermisste, war ihre jüdische Ausbildung, die wegen des Krieges eingestellt worden war. Entschlossen, weiter zu lernen, besuchte sie eine jüdische Online-Schule in Saporischschja.

„Ich habe in der Schule viel über Israel gelernt, aber das Land nie besucht“, sagt Liza. „Früher war ich ein bisschen neidisch, dass ältere Schüler über das Na’aleh-Programm nach Israel reisen konnten. Jetzt, mit 14, kann ich auch mit! Ich habe keine Angst davor; die letzten Kriegsjahre in der Ukraine waren sehr hart, haben mich aber stark gemacht! Und ich bin bereit zu gehen!“

Die härteste Aufnahmeprüfung seines Lebens

Auch Nikita, ein anderer Student, freut sich auf diese Reise. Er erfuhr zum ersten Mal von Na’aleh auf der Messe „Israel Open“ in Kiew im Jahr 2024. Die Aufnahmeprüfung war die längste seines Lebens und dauerte fast einen ganzen Tag, aber er hielt durch und wurde angenommen. „Die Zeiten sind heute schwierig in der Ukraine und auch in Israel“, sinniert Nikita. „Aber ich glaube, der Krieg in Israel wird bald enden. In der Ukraine weiß niemand, wann der Krieg enden wird. Für mich ist es sicherer und klüger, in Israel zu studieren.“

Nikita (M.) freut sich auf die Zeit in Israel. Seine Familie möchte ebenfalls Alijah machen.

Nikita träumt von einer guten Bildung, einem sinnvollen Beruf und davon, sich gemeinsam mit seiner Familie ein Leben in Israel aufzubauen. „Heute haben wir Juden die Möglichkeit, nach Israel zurückzukehren, egal wo wir leben. Das erinnert mich an die Worte im Tanach (Hebräische Bibel): Eines Tages werden sich alle Juden in ihrer Heimat, in Eretz Israel, versammeln. Und natürlich wünsche ich mir, dass unsere Familie zusammenbleibt. Deshalb planen meine Eltern, zusammen mit meinem jüngeren Bruder, so schnell wie möglich nach Israel zu ziehen.“

Das Na’aleh-Programm ist eine Initiative der Jewish Agency, die es jüdischen Jugendlichen aus dem Ausland ermöglicht, für drei Jahre nach Israel zu kommen und dort die israelische Hochschulreife zu erlangen. Als Christen an der Seite Israels (CSI) unterstützen wir diese Arbeit organisatorisch und finanziell.

Beten Sie für diese einzigartigen jungen Menschen, die sich auch in dieser schweren Zeit nicht davon abhalten lassen, ihren und Gottes Traum für ihr Leben zu erfüllen. Können Sie uns helfen, in die Zukunft dieser jungen Menschen zu investieren? Jede Spende hilft!

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