„Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samarias; pflanzen wird man sie und ihre Früchte genießen.“ So steht es im biblischen Buch Jeremia 31,5. Heute gibt es viele Orte in Judäa und Samaria, wo Juden karge Landschaften wieder zum Blühen gebracht haben und wo wieder Wein angebaut wird. Einer davon ist Mitzpe Yair.

Auf der Farm wachsen unter anderem Olivenbäume (im Bild), Feigenbäume und Weinstöcke. Die in Israel erfundene Tröpfchenbewässerung bringt Blumen zum Blühen. Foto: privat

Kurz nachdem Ronel zusammen mit ihrem Mann Joseph und den beiden Töchtern Hadassa und Abigail im Jahr 2010 nach Israel eingewandert war, bekam sie einen kleinen Olivenbaum geschenkt. Dieser Baum ist immer mit ihnen gezogen, bis sie ihn vor fünf Jahren in dem Dorf Mizpe Yair, südlich von Hebron, in den Bergen Judäas schließlich in die Erde pflanzten. Für Ronel war dies ein Zeichen dafür, dass sie mit ihrer Familie Zuhause angekommen ist. Die vier leben auf einer kleinen Farm in Mizpe Yair. Mit ihnen wohnen dort 50 weitere Familien mit insgesamt mehr als 200 Kindern – Tendenz steigend.

Ausblick von Mitzpe Yair – links im Hintergrund ist die Judäische Wüste zu sehen. Foto: privat

Ronel betreibt ein kleines Café an dem Ort, wo König David die meisten seiner Psalmen geschrieben haben soll. Wer schon einmal dort war weiß, warum die Verse so schön geworden sind. Die Ortschaft, auf einer Höhe von 900 Metern mit Blick in die Judäische Wüste, ist einfach inspirierend. Als Ronel und ihre Familie vor fünf Jahren auf der Farm ankamen, war das Land öde – kein Baum, kein Vogel, kein Schmetterling. Seit fünf Jahren nun bebauen sie das Land, pflanzen Olivenbäume, Feigenbäume, Weinberge und vieles mehr.

Erfüllung biblischer Prophetie

Inzwischen lebt auch Sohn Judah, zusammen mit seiner Frau, und den vier kleinen Kindern auf der Farm. Gemeinsam erfüllen sie biblische Prophetien. Eine davon steht in Sacharja 3, 10: „An jenem Tag spricht der Herr, werdet ihr einander einladen unter dem Weinstock und Feigenbaum.“

In Mitzpe Yair, am Rande der Judäischen Wüste, wird Wein angebaut. Foto: privat

Das einst öde Land ist nicht nur grün und fruchtbar geworden in Mizpe Yair, auch die Vögel, Bienen und Schmetterlinge sind zurückgekommen. Ronel erzählt glücklich, wie sie am Morgen von Vogelgezwitscher geweckt wird. In ihrem Café lädt sie die Gäste beim Frühstück zur selbstgemachten Feigenmarmelade ein. Joseph muss für die Weinreben inzwischen Stützen bauen, da sie vom Ertrag schon abzubrechen drohen. Welch eine Freude – welch ein Segen!

Von: Delly Hezel