In den frühen Morgenstunden ist die Lage in der Ukraine dramatisch eskaliert. Russland hat der Ukraine den Krieg erklärt und fliegt im ganzen Land Luftangriffe. Die russische Invasion ist in vollem Gange. Die jüdischen Bürger sind, wie auch der Rest der Bevölkerung, in Panik. Viele versuchen zu fliehen, aber die Tankstellen haben kein Benzin mehr, der Zugverkehr ist lahmgelegt, der Luftraum ist gesperrt. Die Regale in den Supermärkten sind leer.  

Christen an der Seite Israels hat eine SOS-Kampagne gestartet, um jetzt besonders den Juden in der Ukraine zu helfen. Sind Sie dabei? 

Wie sind die jüdischen Gemeinden betroffen?

Die Auswirkungen auf die jüdischen Gemeinden sind immens. In der Geschichte der Ukraine sehen wir, dass politische Unruhen immer wieder direkt in antisemitische Ausschreitungen gemündet sind. Oft mussten die Juden in der Ukraine als Sündenböcke für Wut und Angst in der Bevölkerung herhalten. Unser Team in der Ukraine bekommt Tag und Nacht Anrufe von Menschen, die in Panik sind und nur weg wollen, aber nicht wissen wohin.  

“Ein großes Getreidesilo in Uman steht in Flammen. Es befindet sich in der Nähe eines Munitionsdepots, das bombardiert wurde. Es hat etliche Opfer gegeben. Ich versuche, den Kontakt mit unseren Schutzbefohlenen zu halten. Aber ich mache mir sehr große Sorgen.“  

Oleg, Leiter der Jüdischen Gemeinde Uman 

Was tut Christen an der Seite Israels? 

In den vergangenen Wochen haben wir alles in unserer Kraft Stehende getan, um uns auf eine Eskalation vorzubereiten, wie wir sie jetzt erleben.  

  1. Wir haben den jüdischen Gemeinden geholfen, Notvorräte an Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln anzulegen. Die meisten Gemeinden sind jetzt für mindestens einen Monat mit dem Nötigsten versorgt. 
  2. An einigen zentralen Orten in der Westukraine haben wir Notquartiere für Flüchtlinge vorbereitet und mit allem Nötigen wie Matratzen und Bettzeug ausgestattet.  
  3. Viele Juden möchten aus der Ukraine fliehen und nach Israel gehen. CSI hilft ihnen bei der Evakuierung aus der Ukraine. Jetzt, da der Luftraum gesperrt ist, werden alternative Evakuierungsrouten auf dem Landweg über die Nachbarländer vorbereitet.  
  4. Auch bei der Aufnahme in Israel können wir dank Ihrer Unterstützung Nothilfe leisten.  

Wie können Sie helfen? 

BETEN 

  • Beten Sie für unser Team in der Ukraine – um Frieden, Weisheit und Kraft, in dieser Krise das Richtige zu tun.  
  • Beten Sie für die jüdischen Gemeinden in der Ukraine. Viele sind verzweifelt und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen.  
  • Beten Sie besonders für die Älteren und die Holocaustüberlebenden. All die Traumata aus dem 2. Weltkrieg kommen jetzt zurück.  
  • Beten Sie für die Jewish Agency (die israelische Einwanderungsbehörde) und die israelische Botschaft – für eine gute Koordinierung der Nothilfe und Evakuierungsmaßnahmen. 
  • Danken sie unserem Himmlischen Vater, dass Ihm die Situation nicht entgleitet.  

UNTERSTÜTZEN 

Wir haben für diese Notsituation einen besonderen Notfallfond eingerichtet, um den jüdischen Gemeinden in der Ukraine zu helfen – mit Lebensmitteln, Notquartieren und bei der Ausreise nach Israel. Gerade jetzt ist es wichtig, an ihrer Seite zu sein. Deshalb möchten wir Sie bitten, diesen Notfallfond großzügig zu unterstützen.  

Wie Sie konkret helfen können 

  • Lebensmittel für eine Woche: 50 € 
  • Notunterbringung für eine Woche: 100 € 
  • Evakuierung eines ukrainischen Juden nach Israel: 150 € 
Jetzt Spenden!

“Eigentlich hatten wir geplant, heute die bedürftigen Senioren in den jüdischen Gemeinden in Krementschug und Saparosche zu besuchen. Im letzten Moment mussten wir unsere Pläne ändern. Draußen waren laute Explosionen zu hören. Unsere Kollegen aus Kiew fliehen jetzt mit ihren Familien in die Westukraine. Die Straßen sind verstopft, die Leute sind in Panik. Es gibt endlos lange Schlangen in den Geschäften, die Leute versuchen, die letzten verfügbaren Vorräte zu horten. Keiner hat sich vorstellen können, dass dieses Szenario Realität wird.“ 

Alina, Mitarbeiterin von Christians for Israel – Ukraine 

Abgesehen von der Bedrohung durch Russland geht es der Ukraine auch wirtschaftlich schlecht. Die ukrainische Währung, der Grivna, steht so schlecht wie noch nie, während die Lebensmittel- und Energiepreise fast täglich steigen. Jüdische Senioren, die bei westlichen Preisen oft mit einer jämmerlichen Rente von weit unter 100 Euro auskommen müssen, können nicht einmal ihre dringendsten Ausgaben decken. Im Winter reicht es oft nicht für die Heizkosten, dann bleibt die Wohnung kalt. Ärztliche Versorgung und Medikamente müssen auch aus eigener Tasche bezahlt werden. Da bleibt kaum etwas für das Essen übrig. Umso willkommener ist ein CSI-Lebensmittelpaket.  

Ermutigung aus der Bibel 

„Auf, auf, flieht aus dem Land des Nordens!, spricht der HERR; denn nach allen vier Himmelsrichtungen habe ich euch zerstreut.“ (Sacharja 2,10, Schlachter) 

Am Anfang dieses Wortes steht ein ernsthafter Aufruf. Das „Land des Nordens“ ist eine Beschreibung, die wir an mehreren Stellen in der Bibel finden und die sich auf das russische Imperium bezieht. Seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Ost und West sind viele hunderttausend Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Israel gegangen. Vielen von ihnen waren in der Ukraine beheimatet, wo sie zu Zarenzeiten auf engem Raum zusammengedrängt gelebt hatten. Jetzt gilt es keine Zeit zu verlieren. Israel ist bereit, die 200.000 ukrainischen Juden willkommen zu heißen.  

Wir sind dankbar, dass so viele Menschen in der ganzen Welt unsere Arbeit unter den jüdischen Gemeinden in der Ukraine unterstützen. Was jetzt nötig ist, wird eine Menge kosten, und jeder Euro, den wir erhalten, geht direkt in die Nothilfe, die vor Ort geleistet wird.

Danke, dass Sie mit uns zusammen in diesen schweren Zeiten an der Seite des jüdischen Volkes stehen!