Der alljährliche Jom HaSchoah, der nationale israelische Gedenktag für die sechs Millionen Juden, die im Holocaust von den deutschen Nationalsozialisten und ihren Verbündeten und Helfern ermordet wurden, fällt in diesem Jahr auf den 8. April 2021.

Israels Staatspräsident Rivlin während seiner Ansprache zum diesjährigen Jom HaSchoah am Vorabend des 8. April 2021 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Foto: GPO/Kobi Gideon

 

Der Gedenktag begann am Vorabend des 8. April 2021- nach der jüdischen Tradition mit Sonnenuntergang am 27. Nissan des hebräischen Kalenders – und endet am Vorabend des 9. April 2021.

Die zentrale staatliche Gedenkzeremonie fand wie jedes Jahr in Yad Vashem in Jerusalem mit dem israelischen Staatspräsidenten, dem Premierminister, Holocaust-Überlebenden mit ihren Familien sowie geladenen Gästen statt. Traditionell werden sechs Fackeln entzündet, die an die sechs Millionen ermordeten Juden erinnern.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin sagte in seiner Ansprache u. a.: „Die Last der Erinnerung, die wir in unseren Herzen tragen, ist eine heilige Pflicht. Ob wir es wollen oder nicht, die Erinnerung an den Holocaust prägt unsere Identität als Volk. Der Holocaust stellt uns – seinen Opfern, dem jüdischen Volk und dem Staat Israel – eine unendliche Aufgabe des Erinnerns vor Augen.“

Am Vormittag des 8. April 2021 heulten im gesamten Land – wie in jedem Jahr – um zehn Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Währenddessen kam das Leben in ganz Israel zum Stillstand.

In diesem Jahr werden aufgrund der Covid-19-Pandemie viele Veranstaltungen, wie auch die der Botschaft Israels in Berlin, online ausgestrahlt.