Immer wieder die gleichen erschreckenden Lebensumstände. Furchtbare, von krimineller Nachlässigkeit zeugende Geschichten aus den Krankenhäusern. Angst, überhaupt noch aus dem Haus zu gehen.

Und dann… ein 11 kg schweres Lebensmittelpaket an der Tür. Ein Zuspruch „Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ Dankbarkeit, so viel Dankbarkeit begegnet unserem Team in der Ukraine bei den Hausbesuchen: „Dass ihr jetzt noch kommt! Dass ihr uns in dieser schweren Zeit nicht vergesst!“ Wenn wir länger als drei Sätze bleiben, beginnen die Tränen zu rollen…

So auch bei Valentin in Bila Zerkwa, Ukraine. Er hat eine schwere Krebs-OP hinter sich, dann versagte eine Niere und musste entfernt werden – „weil wir so furchtbar verunreinigtes Wasser haben.“ Dann sagte er mit Tränen in den Augen: „Danke für die Medikamente. Ich weiß nicht, was ich ohne euch machen würde!“

Valentin ist auch Teil unserer Ausstellung „Den Krieg werde ich nie vergessen“ über Holocaustüberlebende in der Ukraine. Seine Biografie ist im Booklet zur Ausstellung enthalten. Ich habe ihm eins mitgebracht. Es bedeutet den Überlebenden unendlich viel, dass ihre Geschichten gehört werden!

 

Autorin: Anemone Rüger

Foto: Anemone Rüger bei ihrem Besuch bei Valentin (Quelle: privat)

 

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Bilder: