In der Corona-Krise konnte sich die deutsch-israelische Freundschaft erneut
beweisen. Eine Londoner Denkfabrik bescheinigt beiden Staaten zudem ein sehr
gutes Krisenmanagement. Klicken Sie rein in eine neue Folge von „Blick aus
Berlin“.

 

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Die Corona-Krise dominiert die Schlagzeilen und das Leben von Menschen weltweit. Nur
etwa ein Vierteljahr reichte aus, um die Schwäche globaler und zentralisierter Strukturen
erbarmungslos aufzudecken. Selbst in Europa sahen sich überzeugte Verfechter der
europäischen Idee zu einer Rückbesinnung auf die Bedeutung von Nationalstaat, Grenzen
und nationalem Interesse gezwungen. All das wird die politische Landschaft auch nach
Corona weiter prägen!

Nach der Krise wird man auch die Reaktionen von Regierungen und Institutionen
eingehender bewerten. Die Verantwortungslosigkeit der chinesischen Regierung etwa,
die den Ausbruch und ihr Wissen um die hohe Ansteckungsrate des Virus und dessen
Verbreitung von Mensch zu Mensch wochenlang für sich behielt. Und die seither versucht
ihren skrupellosen Umgang damit durch Propaganda zu kaschieren. Oder die Rolle der in
die Kritik geratenen Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es wurde auch deutlich, dass die
palästinensische Führung in ihrer antisemitischen Verblendung es nicht einmal in
Krisenzeiten vermag, Israel nicht zu dämonisieren und zu attackieren. Dabei profitieren die
Palästinenser gerade in dieser Zeit von weitreichender Kooperation mit Israel, dessen
Leitung sie in gesundheitspolitischen Fragen blind vertrauten und gut damit fuhren! Das
hielt sie dennoch nicht davon ab, Israel bei den Vereinten Nationen zu verleumden und
mittelalterliche antisemitische Stereotypen gegen den jüdischen Staat vorzubringen. Doch
es gibt auch Lichtblicke:
Israel hat unter der Führung von Benjamin Netanjahu sehr frühzeitige und robuste
Maßnahmen gegen das Corona-Virus ergriffen – lange vor den Europäern. Ein BILD-Artikel
wirft Licht auf den Umstand, dass es ebenjener in Europa so verpönte Netanjahu war, der
den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz warnte und dazu veranlasste, als
einer der Ersten in Europa eine härtere Gangart im Vorgehen gegen das Virus einzulegen
und damit Leben zu retten. Danke Israel!
Auch die deutsch-israelische Freundschaft konnte sich wieder beweisen – und wie! Die
beiden Regierungschefs Merkel und Netanjahu telefonierten miteinander, die beiden
Länder unterstützten sich gegenseitig in der Heimholung ihrer Bürger. Deutschland wies
gar seine diplomatischen Vertretungen dazu an, Israelis genauso zu behandeln und ihnen
weiterzuhelfen, wie Deutschen, bravo!

Die Londoner Denkfabrik „Deep Knowledge Group“ hat nach aufwändiger Datenanalyse
beiden Ländern weltweit das mit Abstand beste Krisenmanagement in Corona-Zeiten
attestiert. Israel liegt auf diesem globalen Ranking gar auf Platz eins! Um die
Glaubwürdigkeit des Rankings hat sich eine intensive Debatte entwickelt, aber selbst
wenn man ihm nicht glauben schenken möchte, zeigt ein Blick auf die renommierten
Statistiken der John Hopkins Universität: Israel hat im Vergleich zu ähnlich
bevölkerungsreichen europäischen Staaten wie Portugal, Österreich oder Belgien eine
2,5-33 -fach geringere Sterberate.
Die deutsch-israelische Beziehung, das wurde durch Corona deutlich, ist keine
Einbahnstraße – und sie kann Krisen meistern! Schon der antike Vorgänger Netanjahus,
König Salomo wusste: „Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.“
Ein herzliches Grüß Gott und Schalom aus Berlin

Von: Josias Terschüren