10 Gründe Israel gerade jetzt zu unterstützen

10 Gründe Israel gerade jetzt zu unterstützen

Unterstützung für Israel zeigen oder nicht? Das fragen sich gerade viele Menschen angesichts des aktuellen Krieges in Israel und der weltweiten Diskussion darüber. Foto: Taylor Brandon/Unsplash

Von Oscar Lohuis, übersetzt von Anemone Rüger

Seit Ausbruch des Krieges in Israel bekomme ich jeden Tag Fragen zu diesem Thema. Wie können wir diesen Krieg verstehen und was sollen wir darüber denken? Viele fragen sich, ob sie ihre Unterstützung für Israel in diesem Kampf überhaupt zeigen sollten. Ignorieren wir dann nicht die Notlage der Palästinenser in Gaza und anderswo? Ist es nicht besser, neutral zu bleiben und sich nicht zu äußern?

Das glaube ich nicht. Israel verdient und braucht dringend unsere Unterstützung in diesem Kampf gegen den Terror. Dafür möchte ich die folgenden Gründe anführen.

1. Opfer unter der Zivilbevölkerung

Das Ziel der Hamas beim Einmarsch in Israel war es nicht nur, so viele unschuldige Zivilisten wie möglich zu töten, sondern sie auch in größtmöglichem Umfang zu demütigen. Israel ist nun gezwungen, die Hamas, die sich inzwischen in der ganzen Welt als „IS von Gaza“ einen Namen gemacht hat, zu eliminieren, um weitere Massenmorde und Entführungen im Land zu verhindern.

Dabei beabsichtigt Israel keineswegs, unschuldige Zivilisten zu töten. Auch jetzt warnt die israelische Armee die Bevölkerung in Gaza, dass sie bestimmte Orte bombardieren wird, damit die Menschen fliehen können. Israel strebt an, die Hamas auszuschalten, und dabei gibt es zwangsweise zivile Opfer, aber das ist eine traurige Folge des Krieges und nicht das Ziel des israelischen Vorgehens.

2. Menschliche Schutzschilde

Dass es im Gazastreifen so viele zivile Opfer gibt, hat vor allem damit zu tun, dass die Hamas ihre Raketen auf Israel prinzipiell von Wohngebieten aus abfeuert beziehungsweise von Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen: Häuser, Schulen, Krankenhäuser, Moscheen und Einkaufszentren. Alle Videos von Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert werden, beweisen das.

Israel ist gezwungen, diese Raketenwerfer auszuschalten, um die Bevölkerung in Israel zu schützen. Dabei gibt es immer wieder zivile Opfer. Das liegt daran, wie die Hamas mit ihrer eigenen Bevölkerung umgeht. Sie benutzt unschuldige Zivilisten als menschliche Schutzschilde. Israel benutzt Bomben, um Menschen zu schützen; die Hamas jedoch benutzt Menschen, um Bomben zu schützen.

Damit begeht die Hamas ein doppeltes Kriegsverbrechen: Sie hat ein beispielloses Massaker in Israel verübt und opfert nun ihre eigene Bevölkerung für ihr Ziel, Israel zu zerstören.

3. Gaza als Gefängnis

Viele haben Mitgefühl mit der Notlage der Palästinenser in Gaza und das zu Recht. Auch mir blutet das Herz, wenn ich an das Leid denke, das so viele dort gerade durchmachen. Oft wird Israel dafür verantwortlich gemacht, weil es den Gazastreifen in ein Gefängnis verwandelt haben soll. Aber was ist die Vorgeschichte dazu?

Als Israel noch das Sagen in Gaza hatte (bis 2005), waren die Grenzen viel offener. Die Bewohner des Gazastreifens konnten problemlos in Tel Aviv an den Strand gehen. 2005 zog sich Israel vollständig aus dem Gazastreifen zurück, wobei mehr als 8000 Juden von der israelischen Regierung gewaltsam aus dem Gazastreifen umgesiedelt wurden. Israel tat dies, um Frieden mit den Palästinensern zu schließen – nach dem Konzept „Land für Frieden“.

Kurz darauf übernahm jedoch die Hamas 2007 die Macht im Gazastreifen (in dieser Zeit ermordete sie übrigens viele Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde, indem sie diese unter anderem aus Wohnhäusern stürzte). Nicht nur Israel, sondern auch Ägypten musste die Grenze zum Gazastreifen von da an immer stärker sichern.

Wenn man sich anschaut, was die Hamas am 7. Oktober in Israel angerichtet hat, sollte man das verstehen können. Auch Ägypten kämpft auf dem Sinai einen langwierigen Kampf gegen radikale dschihadistische Gruppen (unter anderem gegen den sogenannten Islamischen Staat, kurz IS), die Terroranschläge auf ägyptische Armeestützpunkte verüben. Auch Ägypten will diese Dschihadisten daher nicht ins Land lassen.

Man kann Israel keine Vorwürfe machen, dass es den Gazastreifen abgeriegelt hat. Israel hat keine andere Wahl, wenn es seine Einwohner schützen will.

4. Ein Singapur im Nahen Osten

Der Gazastreifen hätte eine blühende Region zwischen Ägypten und Israel werden können. Er hätte das Singapur des Nahen Ostens werden können, wohin Touristen aus aller Welt gerne gereist wären, genau wie nach Israel.

Doch seit dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen hat die Hamas als verlängerter Arm des Iran den Gazastreifen in eine große Militärbasis verwandelt – mit dem Ziel, Israel zu zerstören. Die riesigen Geldsummen, die zur Verbesserung des Loses der Palästinenser zur Verfügung gestellt wurden und werden, wurden von der Hamas für den Bau eines 500 Kilometer langen unterirdischen Tunnelsystems und für den Kauf von Raketen, Maschinengewehren und anderen Waffen verwendet – anstatt, wie vorgesehen, in die Versorgung der Bevölkerung (zum Beispiel Wasser- und Stromversorgung) investiert zu werden. Die Hamas hat ihre eigene Bevölkerung ihrem satanischen Hass auf Israel geopfert.

5. Das Ziel der Hamas ist Völkermord

Die Hamas ist eine genozidale Terrororganisation. Ihr Ziel ist es, alle Juden (und Christen) zu töten: alle Juden ins Meer zu treiben, um ganz „Palästina zu befreien“.

Ihre Anhänger skandieren: „From the river to the sea, Palestine shall be free“ („Vom Fluss bis zum Meer soll Palästina frei sein“). Das bedeutet: Ganz Israel soll von der Landkarte getilgt werden, vom Jordan bis zum Mittelmeer. Das Ziel der Hamas ist nicht ein Friedensabschluss mit Israel, sondern die Zerstörung Israels.

Bei Israels Kampf gegen diese völkermörderischen Judenhasser geht es um das blanke Überleben des Staates Israel und des jüdischen Volkes. Mit solchen Leuten kann man nicht verhandeln. In einer solchen Gemengelage zählt nur, wer der Stärkere ist. Israel muss Stärke zeigen, sonst wird es zertreten.

6. Kampf gegen den Terror

Die Hamas hat die schrecklichsten Gräueltaten begangen, die ich je in meinem Leben in Medienberichten gesehen habe. Es war eine Orgie der Gewalt, Demütigung, Vergewaltigung und Mord. Junge Frauen wurden massenhaft vergewaltigt, während ihre ermordeten Freunde neben ihnen auf dem Boden lagen. Babys wurden in ihren Kinderbetten mit Kugeln durchlöchert, einige wurden enthauptet. Ganze Familien wurden massakriert.

Überall wurden Autos angehalten und alle Insassen erschossen. Israel hat keine andere Wahl, als sein eigenes Volk mit aller Macht vor solch teuflischen Mördern zu schützen. Israel führt jetzt einen Krieg gegen den Terror, genau wie der „war on terror“, den die verbündeten Streitkräfte gegen den IS geführt haben. Auch in Mosul und Raqa gab es viele zivile Opfer, als dort bombardiert wurde.

Der IS wurde besiegt und die Welt ist dadurch ein besserer Ort geworden. Israel nimmt keine Rache, sondern Israel bekämpft den Terror. Israel unterstützen und damit den Terror bekämpfen – das trifft den Nagel auf den Kopf.

7. Israel war schon immer bereit, Frieden zu schließen

Israel hat immer wieder gezeigt, dass es bereit ist, mit seinen Feinden Frieden zu schließen. Das Osloer Abkommen und die Vorschläge der Regierung aus den Jahren 2000 und 2008 belegen dies. Doch just nach Abschluss der Osloer Verträge wurde Israel mit einer furchtbaren Serie von Terroranschlägen in den Straßen von Jerusalem und anderen Städten überzogen.

Der Grund dafür, dass es bisher keinen Frieden und keine friedliche Zwei-Staaten-Lösung gibt, sind die Forderungen der Palästinenser, die weder 98 noch 99 Prozent eines Kompromisses zustimmen und Israel per se nicht anerkennen, wie groß oder klein ein jüdischer Staat auch immer sein mag. Das liegt an ihrer zugrundeliegenden religiösen Überzeugung, dem islamischen Dschihad.

Sobald die Palästinenser Israel anerkennen und ihre Waffen niederlegen, wird es Frieden mit Israel geben. Doch wenn Israel seine Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.

8. Viele Araber werden von Gruppen wie der Hamas getötet

Nicht nur Israel, sondern auch viele arabische Länder haben mit islamistischen Terrororganisationen wie der Hamas zu kämpfen, die zumeist vom iranischen Regime inspiriert und finanziert werden.

Terroristische Stellvertreter des Iran gibt es im Irak (Islamische Revolutionsgarde IRGC), in Syrien (IS), im Libanon (Hisbollah), im Jemen (Huthi) und im Gazastreifen (Hamas) zuhauf. Inzwischen wächst auch ihr Einfluss in Pakistan und Afghanistan. Unzählige Araber sind durch diese Terrororganisationen getötet worden, sogar mehr als Juden.

Wer sich für die Interessen der Araber und arabischen Palästinenser einsetzen will, muss gegen diese Dschihadisten kämpfen, für die ein Menschenleben nichts zählt.

9. Terrorismus kennt keine Grenzen

Auch außerhalb Israels streben diese Terrorvereinigungen danach, Juden, Amerikaner und Christen zu töten. Sie rufen ihre Anhänger weltweit dazu auf, Anschläge auf Juden und andere Personen zu verüben. Auch Europa sieht sich zunehmend dieser Bedrohung ausgesetzt – das wird in Zeiten wie diesen allzu deutlich. Israel kämpft an vorderster Front gegen diese Islamisten. Das ist ein weiterer Grund, warum es unsere Unterstützung verdient.

Die Augen vor den Dschihadisten und der von ihnen ausgehenden Bedrohung zu verschließen, bringt auf Dauer nur noch mehr Unfrieden und Krieg, weil sie das Schwert nicht niederlegen werden. Auch Europa sollte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Anhängern der Hamas und ihrer Verbündeten verfolgen.

10. Schweigen ist die falsche Reaktion

Wir loben heute die wenigen Menschen, die sich im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis und für die Juden eingesetzt haben. Gleichzeitig gibt es jetzt, da der Judenhass wieder so weit verbreitet ist, erneut eine große schweigende Mehrheit, die sich weigert, Stellung zu beziehen und für die Juden einzutreten.

Es ist doch grotesk: Gerade eben hat das größte Massaker an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden und schon bekommt Israel Seitenhiebe, weil es sich gegen diese Art von barbarischen Terroristen verteidigt und verteidigen muss. Wir müssen den Mut haben dem entgegenzutreten. Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und dann nichts mehr sagen. Wer angesichts von Ungerechtigkeit und Bösem schweigt, wird ein Teil davon.

Lassen Sie uns gemeinsam an der Seite Israels stehen. Leiten Sie diesen Artikel gern weiter. Und beten Sie für den Frieden Jerusalems.

Dieser Beitrag ist zuerst am 20.10.2023 auf Niederländisch erschienen bei https://www.christenenvoorisrael.nl/

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