Bodenkommando erfolgreich: Armee rettet Geisel aus Gazastreifen

Bodenkommando erfolgreich: Armee rettet Geisel aus Gazastreifen

Wieder zuhause: Ori Megidisch befand sich drei Wochen in den Händen der Terroristen im Gazastreifen. Foto: Schabak

Ein israelisches Kommando rettet eine Geisel aus den Händen der Terroristen. UN-Botschafter Erdan klebt sich im Sicherheitsrat einen Judenstern an.

Bei einer Militäroperation in der Nacht zum Montag haben israelische Sicherheitskräfte eine Geisel aus den Händen der Terroristen gerettet. Das gaben die Armee und der Inlandsgeheimdienst Schabak am Montagabend bekannt. Ori Megidisch befinde sich gesund und wohlbehalten wieder bei ihrer Familie.

Auf den Straßen ihrer Heimatstadt Kiriat Gat kam es angesichts dieser Nachricht zu Feierlichkeiten mit Musik, Tanz und Feuerwerk. Megidisch gehörte am 7. Oktober zu den Wachhabenden an der Grenze zum Gazastreifen. Sie befand sich auf der Armeebasis in Nahal Os, als die Terroristen nach Israel eindrangen, ein Massaker verübten und zahlreiche Geiseln nahmen.

Armeesprecher Jonathan Conricus sagte gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN, der Aufenthaltsort von Megidisch sei aufgrund von Geheimdienstinformationen bekannt gewesen. Die Militäroperation hatte das Ziel, zu dem Ort vorzustoßen und sie zu retten. Die Armee werde sich indes weiter um die Rettung der übrigen Geiseln bemühen. Inzwischen gehen Sicherheitskreise von mindestens 245 Verschleppten aus.

Wieder Beschuss aus dem Jemen

Unterdessen gehen die Kampfhandlungen ungemindert weiter. Am Dienstagvormittag wurde ein Wohnhaus im Süden Israels nahe des Gazastreifens getroffen. Das Gebiet ist allerdings evakuiert, daher gab es keine Verletzten.

Luftalarm gab es am Dienstag auch in Eilat. Ursache war ein Geschoss, das die Armee über dem Roten Meer abfing. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen übernahmen für den Angriff die Verantwortung. Bereits am vergangenen Donnerstag hatten sie Raketen in Richtung Israel geschossen. Ein amerikanischer Zerstörer fing diese ab.

Die Armee ist auch weiter im Westjordanland aktiv. In der Ortschaft Arura, 15 Kilometer nördlich von Ramallah, zerstörte sie ein Haus, das dem Hamas-Vize Saleh al-Aruri gehört. Al-Aruri hält sich derzeit im Libanon auf. Er gilt als De-facto-Führer der Hamas im Westjordanland.

Auch der Kampf an der diplomatischen Front geht weiter. Der israelische UN-Botschafter Gilad Erdan griff zu einem drastischen Mittel: Bei einer Sitzung des Sicherheitsrats klebte er sich einen gelben Stern an, seine Mitarbeiter taten es ihm nach. Auf den Sternen ist zu lesen: „Never again“ (Nie wieder). Erdan sagte dazu, die Mitglieder des Rates hätten vergessen, warum die Vereinten Nationen gegründet wurden. Die israelische Delegation werde so lange Judensterne tragen, bis der Sicherheitsrat das Terrormassaker der Hamas verurteilt und die sofortige Freilassung der Geiseln verlangt.

Israels UN-Botschafter Erdan und seine Mitarbeiter klebten sich im Sicherheitsrat einen Judenstern an. Foto: UN Photo/Evan Schneider

Erdan sagte weiter, die Welt befinde sich an einer Gabelung wie in den 1930er Jahren. „Wird dieser Rat den Ansatz von Chamberlain nehmen: Appeasement mit den Nazis betreiben? Oder wird er den Ansatz Churchills verfolgen: Das Böse bekämpfen mit Blut, Tränen und Schweiß?“ (Israelnetz)

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