Lebensschutz: „Durch Gott erwählt zum Leben hat jedes Kind eine Bestimmung“

Lebensschutz: „Durch Gott erwählt zum Leben hat jedes Kind eine Bestimmung“

CSI-Mitarbeiterin Sophia Weber zu Besuch bei Be’ad Chaim. Auf dem Arm hält sie eines der Babys aus dem Patenschaftsprogramm. Foto: privat

Von CSI-Redaktion und Sandy Shoshani, Nationale Direktorin Be’ad Chaim

Allein in diesem Jahr konnte die israelische Organisation Be’ad Chaim 700 Babys retten. Dank Beratung und weitreichender Unterstützung hatten sich die Mütter dazu entschlossen, ihre Kinder auf die Welt zu bringen und nicht abzutreiben. Nachfolgend berichtet die Direktorin von Be’ad Chaim, Sandy Schoschani.

„Als nun die Zeit der Verheißung nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten, bis ein anderer König in Ägypten aufkam, der nichts wusste von Josef. Er ging mit Hinterlist vor gegen unser Volk und misshandelte unsere Väter und ließ ihre neugeborenen Kinder aussetzen, damit sie nicht am Leben blieben. Zu der Zeit wurde Mose geboren, und er war ein schönes Kind vor Gott und wurde drei Monate ernährt im Hause seines Vaters. Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharaos auf und zog ihn auf als ihren Sohn.“ (Apostelgeschichte 7, 17 ff)

Im März haben wir in Israel Purim gefeiert und im April das Passahfest. Beide Feste erinnern uns an Frauen, die ihr Leben riskierten, um die Leben anderer zu retten. Die Geschichte des Exodus aus Ägypten berichtet von der Not von Babys: Babys, deren Leben von den Hebammen Shifra und Puah verschont wurden; Babys, die in den Nil geworfen wurden; und auch von Baby Mose, das durch ein Wunder aus dem Nil gerettet wurde. Gerettet durch eine Prinzessin Ägyptens, weil seine Mutter Moses Leben Gott anvertraute.

Mose wurde inmitten von Not geboren und dann von Gott erwählt, ein Prinz zu sein. Er wurde erwählt, um das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausführen in die Freiheit. Durch Gott erwählt zum Leben hat jedes Kind eine Bestimmung und eine Berufung. Es ist uns eine Freude, diese Geschichten mit euch zu teilen. Geschichten von Babys, die vor Abtreibung gerettet wurden, durch die mutigen Entscheidungen ihrer Mütter, durch die fürsorglichen Betreuerinnen von Be’ad Chaim, die ihnen dabei halfen, und durch die großzügige Unterstützung unserer treuen, weltweiten Partner.

Unsere Spender bieten den Müttern die Mittel an, die sie brauchen, um ein kleines Kind großzuziehen – so wie einst die Prinzessin Moses Mutter bezahlte, um ihr eigenes Kind zu stillen. Jedes Kind ist in den Augen Gottes ein Prinz, ein Kind des Königs der Könige – so, wie Baby Liza.

Lesia und Baby Liza – Kriegsgeflüchtete

Lesia kam als ukrainische Geflüchtete in Israel an. Sie war schwanger und verzweifelt. In ihrer Verzweiflung fand sie Gott und ihr Weg führte sie zu uns. Wir konnten sie ausstatten mit allem, was sie dieses Jahr für ihr Baby Liza brauchte. Das Mädchen wurde im Januar geboren. Kürzlich ist Lesia trotz des immer noch währenden Krieges wieder in die Ukraine gereist, damit ihr sechsjähriger Sohn eine Operation am Rücken erhalten konnte. Lesias Mann, krebskrank, wartete in der Ukraine auf sie. Aufgrund des Krieges sind derzeit die Kindergärten und Schulen in der Ukraine geschlossen und Lesia betreut ihre Kinder darum im Moment zu Hause. Wir bitten Gott, dass er diese Familie in all ihren Schwierigkeiten beschützt und führt.

Allein in diesem Jahr: 700 Leben gerettet

Die israelische Organisation Bea’d Chaim wurde Anfang der 1980er Jahre gegründet und 1988 offiziell von der israelischen Regierung anerkannt. Im selben Jahr wurde das erste Be’ad Chaim-Schwangerschaftskrisenzentrum in Jerusalem eröffnet. Mittlerweile gibt es solche Zentren in ganz Israel. In diesen Einrichtungen sowie über Telefondienste erhalten schwangere Frauen in Not Beratung und Hilfe. Unter anderem vermittelt Be’ad Chaim Babypatenschaften. Dadurch werden Frauen ermutigt, ihre Kinder zur Welt zu bringen und nicht abzutreiben. Im Rahmen der Patenschaft erhalten Mütter für das erste Lebensjahr die komplette materielle Grundausstattung für ihr Baby. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2006 konnte Be’ad Chaim rund 5000 Müttern helfen, ihre Babys zu versorgen. Landesweit betreut die Organisation nach eigenen Angaben derzeit mehr als 100 schwangere Mütter sowie rund 700 Babys, die 2023 Jahr geboren wurden.

Möchten Sie eine Patenschaft für ein Baby übernehmen oder die Arbeit von Be’ad Chaim unterstützen? Dann klicken Sie hier!

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