SOS UKRAINE – 7 Wege zu helfen: Sommercamps (2)

SOS UKRAINE – 7 Wege zu helfen: Sommercamps (2)

Unbeschwerte Momente beim Sommercamp einer jüdischen Schule in der Ukraine. Alle Fotos: CSI

Von Koen Carlier und Anemone Rüger

Der seit 17 Monaten währende Krieg in der Ukraine geht nicht spurlos an den Menschen vorbei. Die ständige Angst vor dem nächsten Raketenangriff, die geringen Aussichten auf ein baldiges Kriegsende, die Trennung von Vätern und Ehemännern stellen eine ungeheure Belastung dar. Besonders die Kinder leiden. Doch wir als Christen an der Seite Israels (CSI) haben vielfältige Möglichkeiten, effektiv zu helfen. Denn nach wie vor ist unser Team vor Ort und steht den jüdischen Gemeinden zur Seite. Wie das aussehen kann, lesen Sie hier.

Mitten in diesem schweren zweiten Kriegssommer in der Ukraine ist es ein Lichtblick für die Familien, dass viele jüdische Schulen Sommerlager für Kinder und Jugendliche veranstalten. Davon profitieren auch zahlreiche Kinder von Binnenflüchtlingen, die aus dem Südosten des Landes in weniger betroffene jüdische Gemeinden geflohen sind.

Für einen Moment können die Kinder den Krieg und die Luftschutzkeller vergessen und stattdessen einfach nach Herzenslust mit anderen toben, klettern, kreativ sein. Das macht auch die Eltern glücklich, die irgendwie versuchen müssen, als Flüchtlinge in einer neuen Umgebung zurecht zu kommen. Manche warten noch auf die Papiere, um Alijah zu machen. Viele können wegen des Mobilmachungsgesetzes bis auf weiteres nicht ausreisen.

Unbeschwerte Momente für jüdische Kinder und Jugendliche

„Das Feedback der Familien zu unserem Sommerprogramm ist überwältigend“, sagt Tanja von der jüdischen Gemeinde in Belaja Zerkow. „Wir hören von den Eltern, dass sich die Kinder in unserem Sommerlager wie in einer Familie fühlen. Das unbeschwerte Lachen der Kinder zu hören, ist jede Mühe wert!“

Eine Familie, die aus Nikolajew am Schwarzen Meer geflohen ist, ist diesen Sommer mit dabei – eines der Kinder als Teilnehmer, die ältere Tochter als Betreuerin: Sie bringt den Jüngeren Tänze bei.

Innerhalb der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche können beim Tanzenlernen ihren belastenden Alltag ausblenden.

„Unsere Papiere liegen bereit; CSI hat uns dabei geholfen“, sagt die Mutter. „Aber unser Papa darf das Land nicht verlassen. Jetzt warten wir, dass der Krieg vorbei ist, damit wir Alijah machen können.“

Die Familie erlebt Glück im Unglück. „Wir haben so lange in Nikolajew gelebt“, fügt die Mutter hinzu. „Jetzt hat uns der Krieg in eure Stadt katapultiert. Erst in eurer Gemeinde haben wir einen Zugang dazu bekommen, was es bedeutet, jüdisch zu sein. Wir erleben so eine Herzlichkeit hier. Dieses Sommerlager – die Kinder sind einfach glücklich. Mitten in diesem schrecklichen Krieg hatten wir das Glück, dass wir bei euch gelandet sind.“

Helfen Sie uns, jüdischen Kindern in der Ukraine einen glücklichen Sommer zu ermöglichen? Jede Spende hilft! (Spendenzweck: SOS UKRAINE) 

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