„Tod, wo ist dein Sieg; Tod, wo ist dein Stachel?“ – Ein theologischer Impuls

„Tod, wo ist dein Sieg; Tod, wo ist dein Stachel?“ – Ein theologischer Impuls

Eine leere Grabhöhle.
So könnte das leere Grab nach der Auferstehung Jesu ausgesehen haben. Hier eine leere Grabhöhle bei Nazareth. Foto: Fr. Daniel Ciucci, Unsplash

Ist es nicht allzu kühn, den Tod direkt anzusprechen, als stünde er persönlich vor einem? Paulus tut das. Und er tut es aus der tiefen Überzeugung, dass der Tod verloren hat. Denn Jesus ist auferstanden. Das ändert alles.

Paulus ist dem Auferstandenen persönlich begegnet. Deshalb hat er ein ganz anderes Bewusstsein von der Auferstehung, als viele es heute haben. Auferstehung heißt: Der Tod ist besiegt. Daraus resultiert der kühne Jubelruf, mit dem Paulus dem Tod seine Niederlage vor Augen führt: „Tod, wo ist dein Sieg; Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15,55) Die Antwort lautet: „Nirgendwo, sie sind Geschichte!“ Wir könnten somit fortfahren: „Tod, du hast ausgespielt, du hast verloren, du hast nichts mehr zu melden. Tod, deine Kraft ist dahin, du kannst mir nichts mehr anhaben, du machst mir keine Angst mehr!“

Junge Leute mögen sagen: „Das ist ja schon eine gute Message, aber der Tod ist noch lange hin und vor mir liegt das Leben!“ Mag sein. Und doch gilt zweierlei. Erstens: Die Kraft der Auferstehung Jesu wirkt schon heute und wir dürfen sie mehr und mehr erkennen (Philipper 3,10). Zweitens: Der, der mit dem Tod fertig wird, wird auch mit allem anderen fertig. Wenn wir schon den Tod auslachen dürfen, dann können wir das auch mit allen anderen Problemen tun, denn Jesus hat den Sieg. Im Hinblick auf Jesus gilt: Wer große Siege erringen kann, der kann auch kleine erringen. Wer große Probleme lösen kann, der nimmt es auch mit kleinen auf. Wer große Hindernisse überwinden kann, der packt auch die kleinen. Der, der den Tod besiegt hat, ist durch nichts mehr aufzuhalten. Das ist unser Gott, das ist unser Jesus. Auf ihn dürfen wir uns verlassen. Halleluja!

Meine Großmutter, die schon lange beim Herrn ist, war mir ein Vorbild. Wenn sich Schwierigkeiten vor ihr auftürmten, dann betete sie: „Herr, jetzt bin ich gespannt, wie du das löst!“

Nicht ob, sondern wie. Das ist Glaube.
Nicht wie ich das will, sondern wie du es tust. Auch das gehört zum Glauben.
Nicht im ängstlichen Schauen in eine ungewisse Zukunft, sondern in der gespannten Vorfreude, dass Gott seine Kraft ins Spiel bringen wird: Glaube.

Wer so betet, muss nur noch die Augen offenhalten, wann und wie Gottes Hilfe erscheint. Dann kommt sie.

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