Samstag und Montag: Drei Tote bei zwei Anschlägen

Samstag und Montag: Drei Tote bei zwei Anschlägen

Israelische Rettungskräfte am Anschlagsort südlich von Hebron. Foto: Roter Davidstern, Facebook

Eine Israelin wird vor den Augen ihrer sechsjährigen Tochter bei einem Anschlag getötet. Ein weiteres Attentat fordert zwei Todesopfer – einen Vater und seinen Sohn.

Bei einem Schussattentat südlich von Hebron ist am Montagmorgen eine 40-jährige Israelin getötet worden. Der Angreifer hatte das Feuer aus einem vorbeifahrenden Auto eröffnet.

Ein 39-jähriger Mann erlitt sehr schwere Verletzungen. Er wurde ins Soroka-Krankenhaus nach Be’er Scheva transportiert. Die zwölfjährige Tochter der Ermordeten blieb äußerlich unverletzt. Der Mann hatte die beiden in seinem Fahrzeug mitgenommen.

Bei dem Opfer handelt es sich um Batscheva Nagari, eine Kindergärtnerin aus der Siedlung Beit Hagai. Sie hat zwei weitere Kinder. Als sich der Angriff ereignete, hatte der israelische Autofahrer seine Fahrt verlangsamt, weil sie sich einem Kreisverkehr näherten.

Offenbar schnitt der palästinensische Wagen den Israelis den Weg ab, berichtet die Zeitung „Yediot Aharonot“ unter Berufung auf die Armee. Mehr als 20 Schüsse wurden aus kurzer Distanz abgegeben, wohl aus einer automatischen Waffe. Das Militär riegelte die Stadt Hebron und die umliegenden palästinensischen Ortschaften ab, um nach dem oder den Tätern zu fahnden.

Vater und Sohn getötet

Erst am Samstag hatte ein palästinensischer Terrorist in Huwara einen 60-jährigen Israeli und dessen 28-jährigen Sohn ermordet. Die beiden Opfer, Schay Silas Nigreker und Aviad Nir, hatten in der palästinensischen Ortschaft südlich von Nablus eine Waschanlage aufgesucht. Nach ersten Erkenntnissen näherte sich der Palästinenser mit seinem Auto, stieg aus, schoss auf die Israelis und flüchtete. Die Armee richtete Straßensperren ein und leitete eine Suchaktion ein.

Nach dem Angriff hatten palästinensische Anwohner und Mitarbeiter des Roten Halbmondes versucht, die beiden Israelis wiederzubeleben. Als Sanitäter der israelischen Rettungsorganisation Roter Davidstern eintrafen, konnten sie jedoch nur noch den Tod der Opfer feststellen. Wie die Zeitung „Ha’aretz“ anmerkt, ist das Verhalten der Palästinenser auch darauf zurückzuführen, dass sie die Israelis zunächst für Araber hielten.

Die Terror-Organisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad lobten die Täter als „heldenhafte Schützen“. Diese hätten in angemessener Weise auf die Ausweitung des israelischen Siedlungsbaus reagiert.

Die Verantwortung für den Anschlag in Huwara übernahm keine Organisation. Zum Terrorangriff bei Hebron bekannten sich die „Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden“. Sie sind der militärische Arm der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Israeli aus palästinensischer Ortschaft gerettet

Am Sonntagabend steckten Palästinenser in Turmus Ajja ein israelisches Fahrzeug in Brand und bewarfen den Fahrer mit Steinen. Er war versehentlich das palästinensische Dorf zwischen Ramallah und Nablus geraten.

Einige Palästinenser versuchten, den Israeli vor den Angreifern zu beschützen. Er wurde an die Armee übergeben und so gerettet. Israelis dürfen die palästinensisch verwaltete Zone A aus Sicherheitsgründen nur in Abstimmung mit dem Militär betreten.

In Turmus Ajja hatten im Mai Siedler Fahrzeuge und Felder in Brand gesteckt. Bei Zusammenstößen wurde ein Palästinenser sehr schwer verwundet. (Israelnetz)

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