Checkpoint nahe Modi’in: Toter bei Terroranschlag mit Kleintransporter

Checkpoint nahe Modi’in: Toter bei Terroranschlag mit Kleintransporter

Rettungskräfte am Maccabim-Checkpoint nach dem Rammangriff. Foto: Magen David Adom, Facebook

Bei einem Terrorangriff mit einem Kleintransporter ist am Donnerstagmorgen ein israelischer Soldat getötet worden. Fünf weitere Menschen erlitten Verletzungen, zwei von ihnen sehr schwere. Der Attentäter wurde erschossen. Der Anschlag ereignete sich an einem Checkpoint nahe der zentralisraelischen Stadt Modi’in.

Laut Militär und Polizei hatte der Fahrer nahe des Maccabim-Kontrollpunktes beschleunigt und eine Kehrtwendung gemacht. Dabei fuhr er in eine Menschengruppe hinein. Unter den Verletzten ist auch ein palästinensischer Teenager, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“.

Angreifer nach Flucht am nächsten Checkpoint erschossen

Nach dem Anschlag ergriff der Attentäter die Flucht und fuhr zum etwa 7 Kilometer entfernten HaSchmona’im-Checkpoint. Doch die dortigen Wachleute hatten eine Beschreibung des Transporters erhalten. Als das Fahrzeug dort erschien, eröffneten sie das Feuer. Der 41-jährige Daud Abdel Rasak Fais Fais aus der Ortschaft Deir Ammar wurde mit schweren Verletzungen in ein israelisches Krankenhaus gebracht, wo er starb. Der Terrorist hatte eine Arbeitsgenehmigung für Israel.

Verteidigungsminister Joav Gallant (Likud) sagte: „Dies ist ein Anschlag mit ernsthaften Folgen.“ Er lobte die Sicherheitskräfte für ihr entschlossenes Handeln gelobt, „das in kurzer Zeit dazu führte, dass der Terroristen ausgeschaltet wurde“.

Bereits am Mittwochmorgen hatte es einen Autoangriff auf Israelis gegeben: Nahe der Erzväterstadt Hebron rammte ein palästinensischer Fahrer Soldaten an einem Armeeposten, indem er schnell auf sie zufuhr. Ein Soldat erlitt Verletzungen. Die Armeeangehörigen eröffneten das Feuer und verwundeten den Angreifer schwer.

Weitere Anschläge in Nablus und Jerusalem

Bei einem weiteren Attentat wurden Mittwochnacht in der Autonomiestadt Nablus ein Offizier und drei Soldaten verletzt. Palästinenser hatten eine Straßenbombe gezündet. Ein lokaler Arm der Terrorgruppe „Palästinensischer Islamischer Dschihad“ übernahm die Verantwortung für den Anschlag.

Die Soldaten sollten jüdische Gläubige beschützen, die am Josefsgrab beten wollten. Es gilt als letzte Ruhestätte des biblischen Patriarchen Josef und befindet sich in der Zone A. Diese steht offiziell unter Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Juden dürfen am Josefsgrab nur mit Anmeldung und unter Armeeschutz beten. Trotz des Anschlages betraten die Gläubigen am Mittwoch die Stätte.

Ebenfalls am Mittwochabend stach ein 14-jähriger Palästinenser an einer Jerusalemer Straßenbahnhaltestelle mit einem großen Küchenmesser auf einen Israeli ein und verletzte ihn mittelschwer. Weitere Zivilisten versuchten, ihn zu entwaffnen. Ein Grenzpolizist außer Dienst sah von einer Bahn aus das Handgemenge. Er stieg aus und erschoss den Angreifer.

Der Palästinenser stammte aus Beit Hanina in Ostjerusalem. Den Angriff verübte er an der Haltestelle Schivtei Israel nahe der Altstadt, unterhalb des Damaskustores. (Israelnetz)

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